Ich bin ein Kind des Alten Pfades,
Tochter von Hekate, Brigid & Freyja. Meine Seele wandelt auf den Wegen der Großen Göttin.
Bereits in Kindertagen fühlte ich mich zu den Göttinnen hingezogen. Meine griechische Mutter erzählte mir viel über Hekate, Persephone, Demeter, Artemis & Co. Für mich waren sie reale Familienmitglieder. Ich wuchs nicht nur mit ihren mythologischen Geschichten auf, sondern sie begleiteten mich im Alltag, schenkten mir ihre Stärke, Führung, Geborgenheit und ihren Schutz.
So folgte ich auch später im erwachsenen Alter den Ruf Ihren Weg zu gehen, der aus meinem tiefsten Innern entsprang. Den Weg der urweiblichen Kraft, in mir und außerhalb von mir - den Weg der Großen Ur-Göttin.
Ein langer und intensiver Weg...
der Ausbildungen begann für mich. Ich verspürte den Drang, mich auf den heimischen Weg zu begeben. Dies führte mich zuerst 2013-2014 zu Joanne Foucher nach Bad Godesberg und ihrer Ausbildung zur Priesterin von Holle. Joanne ist auch Autorin ihres Buches "Unsere heimischen Göttinnen neu entdecken", erschienen im Neue Erde Verlag.
Im Februar 2014 begann ich meine eigenen Jahreskreisfeste zu organisieren und führte durch das Jahresrad der deutschen Göttin Holle. Vieles veränderte sich mit der Zeit, manches fiel weg, anderes kam hinzu. Irgendetwas schien mich zu rufen... eine alte Verbindung.
Feb.-Nov. 2020 flog ich nach England, um bei Marion Brigantia (Mitorganisatorin der Goddess Conference in Glastonbury), die Ausbildung "Daughter of Brigid Brighde Brigantia" zu machen. Hier tauchte ich tief in die keltische Tradition und den heilsamen Weg von Brigid ein, und ließ somit auch meine uralte, starke Verbindung zu Glastonbury / Avalon wieder neu aufleben.
Jedoch vollendete ich die Ausbildung bei Marion nicht im Jan. 2021. Die Göttin führte mich für eine Weile fort von der keltischen Tradition und hin zum nordischen Schamanismus und meiner Ausbildung zur Priesterin von Freyja.
Die Göttin...
wies mir den Weg zu Zindra Andersson und ihrer Ausbildung "The Way of the Völva - Priestess of Freyja" 2020-2021 in Glastonbury. Die Ausbildung basierte auf dem nordischen Schamanismus. Zindra ist eine schwedische Völva und Priesterin von Freyja.
Durch Corona wurde es immer schwieriger nach England zu reisen, um die Ausbildung zu vollenden. Daher ging es 2021-2022 für uns Frauen aus dem deutschsprachigen Raum mit Zindra in Reichenau an der Rax, Österreich, weiter.
Die intensive Arbeit mit Freyja, Zindra und dem nordischen Weg war vor allem eine Reise zu mir selbst.
Freyja ist keine zimperliche Göttin. Sie wird von meinen Völva-Schwestern nicht von ungefähr als Slice-´n-Dice-Goddess beschrieben. Freyja verlangte von mir die Bereitschaft der Hingabe und mich auf einen inneren Weg zu begeben, der nicht immer nur fröhlich und heiter war, sondern manches mal auch schmerzhaft und beschwerlich. Aber so kam ich in meine eigene Kraft.
Sie machte mich zu einer Hüterin der alten Weisheit.
Sie machte mich zu einer Völva - Ihre Priesterin.
Und gerade in dem Moment, in dem ich dachte, nun „fertig“ zu sein, rief mich Brigid ein zweites Mal zurück auf ihren keltischen Pfad.
Brighde (sprich Briiedsch) bzw. Brigid war früher ein Titel, eine Ansprache für die Göttin in der keltischen Tradition, kein Eigenname! Sie war also nicht eine Göttin, sondern Brighde oder Brigid war DIE Große Göttin. Genauso verhält es sich im nordisch-germanischen Raum mit Freyja: Auch ihr Name ist ein Titel und bedeutet „Herrin“, eine Anrede für die Große Göttin der Wanen.
Brigids Name wird mit „die Helle“ oder „die Strahlende“ übersetzt – so wie Holle „die Huldvolle“ und Perchta „die Strahlende, Prachtvolle“ bedeutet. Unterschiedliche Namen, unterschiedliche Kulturräume – und doch dieselbe uralte göttliche Quelle.
Brigid führte mich nun zurück zu der Ausbildung, die ich 2020 in Glastonbury begonnen hatte, um sie zu vollenden. Für mich bedeutete das, noch einmal ganz von vorn zu beginnen – bewusst, demütig und offen.
Am 24. Januar 2026 ist es nun soweit: In Kiel weihe ich mich bei Sigrid Ernst, die als Repräsentantin von Marion Brigantia aus Glastonbury die Ausbildung und Weihe in Deutschland anbietet, zur Tochter von Brigid.
Damit vollendet sich mein keltischer Weg mit Brigid – ein Ende, das zugleich ein neuer Anfang ist. Denn Brigid hat mein inneres Denken grundlegend verändert: weg von einem „Entweder-oder“ – entweder nordisch-germanisch/Freyja oder keltisch/Brigid – hin zu einem „Sowohl-als-auch“.
Sie hat mir die Augen geöffnet für die Möglichkeit, beide Wege miteinander zu verbinden und aus der Fülle ihrer Vielfalt zu schöpfen.
Aus dieser Erkenntnis entsteht nun ein neuer, tiefer und sehr bereichernder Weg – für meinen eigenen spirituellen Pfad ebenso wie für meine Jahreskreisfeste. Die Zeit des Getrenntseins und der Spaltung ist vorbei – im Inneren wie im Außen.
Vielleicht ist genau das die zentrale Lektion, die Brigid mich lehren wollte.
Heil Dir, Freyja-Brighde!